An dem Morgen, an dem ich sie zum Interview treffen sollte, brachte ich vor Aufregung keinen Bissen herunter. Doch Erika Hoffmann und ihre Tochter Tina Hoffmann erwiesen sich als die perfekten Gastgeberinnen und beruhigten meine Nerven und meinen Magen im Didymos-Firmensitz im schwäbischen Ludwigsburg – mit schwäbischen Butterbrezeln. Dann fing Erika Hoffmann an zu erzählen: Von ihrem Alltag als junge Mutter, in dem sich ein mittelamerikanisches Tragetuch nach der Geburt ihrer Zwillinge zunächst ihre Rettung im Familientrubel erwies – und dann den Ausschlag zu einer genialen Geschäftsidee gab. Denn Erika Hoffmann verkörperte wie niemand sonst die unverhoffte Leichtigkeit, die das Tragen mit sich bringen kann: „Es war einfach praktisch und fühlte sich gut an“, sagte sie zu mir, und lächelte das Lächeln einer Frau, die niemandem mehr etwas beweisen muss. Wer schon einmal sein Baby in einem Didymos-Tuch getragen hat, weiß, wovon sie spricht. Und wer nicht? Nun, der weiß es eben nicht....

http://www.nora-imlau.de/2015/02/erika-hoffmann-zum-gedenken/