Tragen ist Toll :)

 

In der Schule lernt man den Hintergrund über die Begriffe: Nestflüchter und  Nesthocker.  Beispielsweise springen junge Gazellen schon in der vierten Lebensstunde fröhlich neben ihrer Mutter, während sich Welpen ein ganzes Hundejahr blind auf ihre Nase verlassen müssen.  Wendet man dieses Wissen auf Primaten oder gar den Menschen an, passt es nicht so ganz. Menschen springen erst nach über 14 Monaten, blind wie ein Maulwurf sind Babys dennoch nicht.

Der Verhaltensbiologe und emeritierte Prof. Bernhard Hassenstein führte aufgrund dieser Lücke, Beobachtungen bei  Mensch und Tier durch. Beschrieben wurde von ihm, wie Primaten ihre Kinder, die nicht selbstständig mit wandern konnten, transportieren und formte damit den ab den 70er Jahren eigenständigen Begriff des Traglings.

Auf den Menschen angewendet, ist das tragen die biologisch, natürliche Form sein Kind zu bewegen. Die uns fehlenden Haare, an denen sich die Kinder festhalten können, werden seit der Ära des modernen Menschen mit Tüchern oder anderen Tragehilfen ausgeglichen. Die Vorteile sind beim Menschen seit der Höhlenzeit die gleiche, man hat die Hände frei um Säbelzahntiger abzuwehren, oder das Mittagessen zu kochen. Ein umgebundenes Tuch ist sowohl im dichten Wald, wie auch dem Großstadt-Dschungel einem eher unhandlichen Kinderwagen vorzuziehen.

Als zusätzliche Vorteile verstärkt das Tragen die Bindung zur Bezugsperson bzw. den Bezugspersonen, weil man die Welt geschützt am Körper des Vertrauten erkundet und das Kind bewegt sich auf Augenhöhe. Natürlich wird stetig gewarnt sein Kind nicht zu verwöhnen. Meiner Meinung nach, sollte lieber diese Frage gestellt werden: „Wie soll ich jemanden mit der Erfüllung seiner Grundbedürfnisse verwöhnen, wenn keine Möglichkeit besteht diese selbst zu erfüllen?“

Seit der „Neuentdeckung“ des Traglings in der modernen Welt, sind auch die Tragesysteme mit dem Wissen der Zeit gegangen. Definitionen und Begriffe, wie die Anhock-Spreiz-Haltung, Hüftentwicklung, Wirbelsäulenentwicklung und Bindungstheorien führten in diesem Bereich zu den heutig modernen Tragen.  Im Laufe dieser Entwicklung kam es alleine in westlichen rxcanada24 Ländern zu überholten Theorien und verbesserten Erkenntnissen die im World Wide Web publiziert sind. Aber  um Albert Einstein zu zitieren: „Glaube nicht jedem Zitat im Internet!“  

Gerne helfe ich euch euren Weg zu finden, der euch und eurem Kind die schönsten Erfahrungen und Erinnerungen beschert.